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Yin- und Yang-Einteilung der Lebensmittel

Von Daniela Pfeifer, Diätologin und TCM-Therapeutin · Veröffentlicht: 30. Oktober 2020 · Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

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Kurz gesagt

Laut TCM ist kein Lebensmittel nur Yin oder nur Yang. Eher Yin ist, was aufbaut, kühlt und viel Wasser enthält, eher Yang, was belebt, wärmt und trocken ist. Gesund ist ein harmonisches Verhältnis aus Yin- und Yang-Zutaten und Zubereitungen.

In der TCM-Ernährung wird häufig von „yinisierenden“ und „yangisierenden“ Lebensmitteln gesprochen. Oft ist für viele auf den ersten Blick nicht so eindeutig erkennbar, in welche Kategorie ein Lebensmittel denn nun fällt. Und tatsächlich ist eine strikte Trennung nicht ganz möglich. Dennoch gibt es gewisse Merkmale, anhand welcher eine Einteilung in Yin und Yang erfolgen kann. Dieser Beitrag soll dir daher als kleiner Leitfaden dienen.

Gibt es reine Yin- oder Yang-Lebensmittel?

Um eines gleich zu Beginn klarzustellen: Ich bin kein Fan von Lebensmittel-Tabellen bzw. strikten Zuordnungen. Mir ist es besonders wichtig, dass man „versteht“, warum man dieses oder jenes Lebensmittel verwendet, verwenden soll, oder eben aus bestimmten Gründen meiden sollte.

In vielen Büchern gibt es Listen, auf denen man nachschauen kann, ob ein Lebensmittel nun Yin oder Yang ist. Was hierbei jedoch meist nicht erwähnt wird: Kein Lebensmittel ist NUR Yin oder NUR Yang! Das ist gänzlich unmöglich! So, wie das Leben nun mal nicht nur schwarz und weiß ist, gibt es auch keine 100% strikte Trennung zwischen Yin und Yang.

ABER: man kann eine klare Auswirkung auf den Körper anhand typischer Yin- oder Yang-Merkmale erkennen, ohne eine Liste zu benötigen! Diese Zuordnungsmöglichkeit habe ich dir hier anhand einer kleinen Tabelle veranschaulicht.

Woran erkenne ich, ob ein Lebensmittel eher Yin oder Yang ist?

Eher YinEher Yang
Enthält nennenswerte Mengen Eiweiß, Fett und/oder KohlenhydrateEnthält viele Vitamine/Enzyme (z. B. Sprossen, Keimlinge)
Dient im Körper zum Aufbau von Muskulatur, Struktur, Fett, Hormonen (z. B. Eier, Kartoffeln)Wirkt belebend, dynamisierend
Wirkt erfrischend, abkühlend (z. B. Blattsalat)Wirkt wärmend oder erhitzend (z. B. Ingwer)
Enthält viel Wasser, Flüssigkeit (z. B. Gurke)Ist eher trocken, kompakt (z. B. Gemüsechips)
Schmeckt im Sommer/bei Hitze sehr gutSchmeckt im Winter/bei Kälte sehr gut

Warum ist die Harmonie aus Yin und Yang so wichtig?

Für eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist es wichtig, ein harmonisches Verhältnis von Yin- und Yang-Zutaten bzw. Zubereitungstechniken zu finden. Je „neutraler“ dann ein Gericht wird, umso mehr nützt und unterstützt es den Körper. Das Gute: Man kann dabei nichts falsch machen.

Sobald man aber über einen längeren Zeitraum einen der beiden „Pole“ bevorzugt, leidet automatisch der andere Pol und zeigt früher (Yang) oder später (Yin) entsprechende Symptome.

Wie zeigt sich ein Ungleichgewicht?

Beispiel A: Wenn ein Mann (Yang) zum Beispiel ständig gegrilltes, scharf gewürztes Fleisch (3x Yang) isst, wenig Salat (Yin), Röstkartoffel dazu (Yang) und dann noch alkoholische Getränke trinkt (Yang), ev. noch raucht (Yang), ein stressiges Arbeitsleben hat (Yang), regelmäßig in die Sauna geht (Yang) und am Wochenende statt Regeneration (Yin) viel Sport betreibt (Yang) – dann werden sich typische Yang-Krankheitssymptome einstellen: hoher Blutdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Burnout, Herzinfarkt, Schlaganfall …

Beispiel B: Wenn eine Frau (Yin) lange Zeit gerne und viel Salat, Obst, Milchprodukte und Mineralwasser konsumiert (4x Yin), besonders auch im Winter (Yin), sich ev. wenig bewegt, wenig regeneriert – dann häuft sie über die Zeit viel Yin (= Substanz) in Form von Kälte, Nässe (Wassereinlagerungen besonders in den unteren Extremitäten), Fett (= Yin-Substanz) etc. an und reduziert dadurch ihr Yang (Energie, Dynamik, Kraft, Wärme). Die Folgen sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit, schlechte Konzentration, Infektanfälligkeit besonders im Unterkörper (Blasenentzündung, Eierstockentzündungen, Ischias …) uvam.

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Häufige Fragen zu Yin und Yang in der Ernährung

Woran erkenne ich, ob ein Lebensmittel eher Yin oder Yang ist?

Eher Yin ist, was nennenswert Eiweiß, Fett oder Kohlenhydrate enthält, aufbaut, kühlt, viel Wasser hat und im Sommer gut schmeckt. Eher Yang ist, was belebt, wärmt, trocken und kompakt ist und im Winter gut schmeckt.

Gibt es reine Yin- oder Yang-Lebensmittel?

Nein. Laut TCM hat jedes Lebensmittel beide Anteile, es überwiegt nur einer.

Was passiert bei einem Ungleichgewicht?

Wer lange einen Pol bevorzugt, schwächt den anderen. Zu viel Yang zeigt sich früher, etwa als hoher Blutdruck oder Burnout, zu viel Yin später, etwa als Müdigkeit, Wassereinlagerungen und Infektanfälligkeit. Magst du erst einmal mitlesen? Im Newsletter bekommst du neue Beiträge und Rezepte direkt in dein Postfach. → Zum Newsletter

Die Inhalte dieses Beitrags sind zur allgemeinen Information bestimmt und ersetzen keine persönliche Beratung oder Behandlung durch Arzt, Diätologin oder Therapeutin. Bei gesundheitlichen Beschwerden ist ein Arztbesuch unerlässlich.